Lernentwicklungsgespräche

und Zeugnis wechseln sich ab

Lernentwicklungsgespräche in der Grundschule

Lernentwicklungsgespräche sind ein bewährtes pädagogisches Instrument an bayerischen Grundschulen, das in den Jahrgangsstufen 1, 2 und 3 das Zwischenzeugnis, in Jahrgangstufe 1 und 3 zusätzlich das Jahreszeugnis ersetzen kann. Sie ermöglichen eine kindgerechte und dialogorientierte Form der Leistungsrückmeldung.

In diesem persönlichen Gespräch kommen die Klassenlehrkraft, das Kind und mindestens ein Erziehungsberechtigter zusammen. Das Kind steht dabei im Mittelpunkt und wird aktiv in das Gespräch einbezogen. Es darf seine eigenen Einschätzungen zu seinen Leistungen und seinem Lernverhalten äußern, während die Lehrkraft den aktuellen Lernstand rückmelden und gemeinsam mit Kind und Eltern Entwicklungspotenziale bespricht.

Besonders wertvoll ist, dass Stärken des Kindes gewürdigt und gemeinsam erreichbare Lernziele vereinbart werden. Diese Zielvereinbarungen helfen dem Kind, seinen Lernweg bewusst mitzugestalten. Die Gesprächsergebnisse werden in einem Protokollbogen festgehalten, der von allen Beteiligten unterschrieben wird und die gleiche Rechtswirkung wie ein Zwischenzeugnis hat.

Die Gespräche finden üblicherweise im Januar oder Februar statt und dauern etwa zwanzig Minuten. Sie fördern die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus und stärken das Selbstbewusstsein sowie die Selbstreflexionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.